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Überhöhte Strompreise: Rechnung kürzen und/oder Anbieter wechseln.
(3. August 2010) Verbraucher haben in den vergangenen Jahren zuviel für Strom bezahlt. Die neue Studie von Gunnar Harms belegt eindeutig, dass die Strombeschaffungskosten deutlich gesunken sind. Diese Senkung ist deutlich höher, als die Mehrbelastung durch die Umlage für erneuerbare Energien. Zieht man die Steuern, Abgaben und Netzentgelte vom Strompreis ab, dann haben sich in nur drei Jahren (2006 bis 2009) die Kosten für Erzeugung und Vertrieb um über vier Cent je Kilowattstunde erhöht. Gleichzeitig sanken die Spotmarktpreise an der Strombörse in diesem Zeitraum jedoch um 1,2 Cent je Kilowattstunde.
Der Bund der Energieverbraucher hat gezeigt, dass sich die Stromversorger jährlich um sechs Milliarden Euro zusätzlich bereichern.
Für den Ausbau erneuerbarer Energien zahlen die Verbraucher insgesamt nur halb so viel, wie die Konzerne grundlos durch ungerechtfertigte Strompreiserhöhungen in den vergangenen drei Jahren abkassierten.
Im Jahr 2010 setzt sich diese Fehlentwicklung bedauerlicherweise fort: Die Strompreise für Haushalte steigen weiter.
Allerdings können Verbraucher problemlos zu einem günstigeren Anbieter wechseln.
Hier ist zu sehen, wie viel man in den zehn größten Städten durch einen Anbieterwechsel sparen kann. Denn die Preise der örtlichen Grundversorger sind deutlich höher, als die der freien Stromanbieter.
Was es dabei zu beachten gibt, kann man nun auch in einem Buch ausführlich nachlesen:
Energie für Verbraucher - Weniger zahlen für Strom und Gas
Für den Bund der Energieverbraucher gibt es drei Konsequenzen aus der neuen Studie:
- Es ist höchst zweifelhaft, dass die Strompreiserhöhungen der vergangenen Jahre der Billigkeit entsprechen. Verbraucher sollten deshalb die Preiserhöhungen entweder unter Berufung auf die fehlende Billigkeit kürzen oder zumindest nur unter Vorbehalt zahlen.
- Verbraucher sollten den Stromanbieter wechseln. Das ist zumindest dann dringend zu raten, wenn man noch über den Grundversorgungstarif versorgt wird.
- Die marktbeherrschende Position der Stromriesen darf nicht durch Laufzeitverlängerungen weiter verstärkt werden. Auch günstige Erzeugungskosten durch abgeschriebene Kraftwerke erhöhen nur die Gewinne und senken nicht die Strompreise.
Download Kurzgutachten -Gerechtfertigte Strompreiserhöhungen ?-
Stromfresser des Monats
(03. April 2010) Der Januar ist der Stromfresser unter den Monaten: In den ersten 31 Tagen des Jahres liegt der Stromverbrauch 11,8 Prozent über dem Jahresmittelwert, gefolgt vom Dezember mit 8,5 Prozent. Basis der Berechnung sind die Stromverbräuche von 1992 bis 2008 in Deutschland.

Auf den weiteren Plätzen mit dem höchsten Verbrauch liegen der März mit plus sieben Prozent und der November mit plus 6,6 Prozent. Der Februar weicht aufgrund der Kürze des Monats mit plus 2,8 Prozent nur leicht vom Durchschnittswert ab. Im Sommer liegen die Monate Juni, August und Juli mit 9,3 Prozent, 8,7 Prozent und 6,8 Prozent unter dem Mittelwert.
Der Sechs-Milliarden-Raubzug
Die Stromriesen bereichern sich seit drei Jahren jährlich ungerechtfertigt um sechs Milliarden Euro. weiter lesen
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